Wer anderen ständig die Welle überlässt, lernt selbst nie, sie zu surfen
Ich bin Marina Menges, Psychologin (M.Sc.), systemische Familientherapeutin (DGSF), Coachin und Supervisorin i.A. (DGSv)
30 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Hintergrund
Ich bin Marina Menges, Psychologin (M.Sc.), systemische Familientherapeutin (DGSF), Coachin und Supervisorin i.A. (DGSv).
Ich begleite Frauen, die früh gelernt haben, sich um andere zu kümmern, Stimmungen zu lesen und Verantwortung zu übernehmen, und die heute merken, dass sie sich selbst dabei aus dem Blick verlieren. Und ich begleite Fachkräfte, Teams und Leitungen aus der Kinder- und Jugendhilfe, aus Jugendämtern, Kliniken und Beratungsstellen in Supervision und Fortbildung.
Beide Welten kenne ich von innen. Mehrere Jahre habe ich in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet, als Leitungskraft und als Gutachterin für Familiengerichte. Und in meiner eigenen Familie gab es Sucht. Ich habe nahe Menschen durch Sucht oder Krankheit verloren.
Lange habe ich versucht, Sicherheit durch Leistung, Wissen, Harmonie und Verantwortung herzustellen. Wenn ich alles richtig mache, dachte ein Teil von mir, wird das Leben berechenbarer.
Für was oder wen fühlst du dich verantwortlich? Was gibt es in deinem Familiensystem über das niemand spricht?
Wissen allein hat mir nicht gereicht
Ich habe Psychologie studiert, mich systemisch familientherapeutisch weitergebildet und als psychologische Führungskraft in der Kinder- und Jugendhilfe ein Team geleitet. Ich weiß, wie es ist, Verantwortung für Menschen und Abläufe zu tragen, unter Druck zu entscheiden und andere in ihrer fachlichen Entwicklung zu begleiten.
Und trotzdem blieb eine Frage:
Wie möchte ich selbst leben, wenn ich nicht mehr vor allem darauf achte, was andere brauchen?
Veränderung begann für mich nicht mit einem perfekten Plan. Sie begann damit, meine Gefühle wahrzunehmen, ohne sie sofort zu erklären, wegzumachen oder in eine Handlung zu übersetzen.
Ich musste nicht lernen, dass mir die Meinung anderer egal ist. Ich musste lernen, mich selbst nicht zu verlassen, damit die Verbindung zu anderen sicher bleibt.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit, im Coaching wie in der Supervision. Ich verbinde persönliche Nähe zum Thema mit professioneller Distanz und systemischer Einordnung. Im Coaching arbeiten wir konkret an deinem Alltag, in der Supervision an Fällen, Rollen und Zusammenarbeit im Team.
Wo versuchst du heute noch, Sicherheit durch Kontrolle, Leistung oder Anpassung herzustellen?
Bei mir bleiben, beruflich wie privat
Was mein Leben verändert hat, war erstaunlich unspektakulär.
Ich begann zu meditieren, um bei dem zu bleiben, was in mir geschah: Traurigkeit, Angst, Wut, Scham, Freude. Mit der Zeit lernte ich, Gefühle wahrzunehmen, zu halten und ihnen mit Selbstannahme zu begegnen.
Gefühle verschwinden nicht, wenn wir sie bekämpfen. Sie verändern sich, wenn sie da sein dürfen.
Dabei begegnete mir die Scham. Selten laut. Viel öfter als leiser Zweifel an mir, als Anpassung, als Impuls, mich erklären zu müssen, als schlechtes Gewissen, wenn ich mich abgrenze.
Heute erkenne ich sie früher. Ich kann ein schlechtes Gewissen haben und trotzdem bei meinem Nein bleiben, wenn mein Nein auf meinen Werten oder meiner fachlicher Perspektive beruht.
Im Beruf heißt bei mir bleiben: zu bemerken, was ein Fall oder ein Konflikt in mir auslöst, und trotzdem fachlich klar zu handeln. Daran arbeite ich auch mit Fachkräften und Leitungen in der Supervision.
Welchem Gefühl weichst du immer wieder aus – obwohl genau dort vielleicht deine nächste Entwicklung beginnt?
Meine Haltung
Ich glaube nicht, dass du dich von deiner Familie lossagen musst, um frei zu werden.
Ich glaube nicht, dass jedes Schuldgefühl bedeutet, dass du etwas falsch gemacht hast.
Ich glaube nicht, dass Selbstfürsorge bedeutet, andere nicht mehr zu brauchen. Ich glaube, dass du deine Geschichte verstehen kannst, ohne in ihr stecken zu bleiben.
Du darfst deinen Anteil übernehmen, ohne für alles verantwortlich zu sein. Du darfst deine Herkunft würdigen und trotzdem anders leben.
Für die Arbeit mit Fachkräften und Teams gilt das in anderer Form.
Ich glaube nicht, dass eine gute Fachkraft jeden Fall mit nach Hause nehmen muss. Ich glaube nicht, dass ein Team ohne Konflikte besser arbeitet. Ich glaube, dass Teams und Leitungen klarer handeln, wenn sichtbar wird, welche Verantwortung wohin gehört.
In der Zusammenarbeit bin ich zugewandt und klar. Fertige Antworten gebe ich nicht. Im Coaching unterstütze ich dich dabei, deine eigenen Antworten zu finden und sie im Alltag zu verkörpern. In der Supervision entwickeln wir Lösungen, die fachlich tragen und im Arbeitsalltag umsetzbar sind.
30 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Welche Veränderung wünschst du dir schon lange, und was in deinem Alltag steht ihr noch im Weg?
Das Meer als Spiegel
Im Sommer 2024 hatte ich meinen letzten Arbeitstag als psychologische Führungskraft in Leipzig. Ich baute meine Selbstständigkeit aus, lernte Spanisch und Französisch und gab meinem Leben zwischen Deutschland, Spanien und Frankreich eine neue Struktur.
Denn ein Traum scheitert selten an fehlendem Mut. Viel öfter fehlt ihm eine Struktur, die ihn trägt. Deshalb arbeite ich im Coaching immer am Alltag und in der Supervision an dem, was im Arbeitsalltag wirklich umsetzbar ist.
Am Atlantik passierte dann etwas Unerwartetes. Das Meer veränderte mich nicht. Aber es nahm vieles weg, hinter dem ich mich verstecken konnte.
Im Wasser war ich keine Psychologin und keine Leitungskraft, keine Coachin und auch keine Supervisorin. Dort merkte ich, wie oft ich mich zurücknahm und wie sehr ich meinen Wert darüber bestimmte, gebraucht zu werden.
Wer jede Welle anderen überlässt, lernt nie, selbst zu surfen, und bleibt hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. In Teams gilt das auch umgekehrt: Wenn eine Person jede Welle nimmt, bekommen die anderen keine.
Daher kommt der Name für mein Coaching “TAKE YOUR WAVE”
Leipzig, Sommer 2024, mein letzter Arbeitstag als psychologische Führungskraft in der Kinder- und Jugendhilfe
Was ich heute weitergebe
Manche Überzeugungen fühlen sich an wie Wahrheiten: Ich bin zu viel. Ich darf niemanden enttäuschen. Ich bin egoistisch, wenn ich mich für mich entscheide.
Heute begleite ich Frauen dabei, zu erkennen, wo Verlustangst, Scham und Schuldgefühle in ihren Beziehungen mitentscheiden. Damit wieder Raum entsteht für neue Wege, für Zufriedenheit mit sich selbst und für ein Leben, das sie erfüllt.
Auch in Teams gibt es solche Sätze:
Das schaffen wir schon noch. Wenn ich es nicht mache, macht es keiner. Für eine Pause ist gerade keine Zeit.
In der Supervision begleite ich Fachkräfte, Teams und Leitungen dabei, solche Sätze zu erkennen und zu klären, welche Verantwortung wohin gehört. Damit die Arbeit leistbar bleibt und das Team handlungsfähig.
Im Coaching verbinde ich psychologisches Wissen, systemisches Arbeiten, die Arbeit mit inneren Anteilen und Meditation. In der Supervision arbeite ich systemisch und mache Zusammenhänge sichtbar, zum Beispiel mit Systembrett, Genogramm oder dem Inneren Team.
Für Organisationen biete ich Online-Supervision und Fortbildungen an, mit dem Blick einer ehemaligen Leitungskraft aus der Kinder- und Jugendhilfe.
30 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Das Meer verändert dich nicht. Es nimmt dir nur vieles weg, hinter dem du dich sonst verstecken kannst.
Qualifikationen
Meine fachliche Grundlage bilden langjährige praktische Erfahrungen sowie fundierte Aus- und Weiterbildungen im psychologischen und systemischen Bereich.
✓ Psychologin (M.Sc.)
✓ Systemische Familientherapeutin (DGSF)
✓ Coachin (Milton Erickson Insitut)
✓ Supervisorin (DGSv)
✓ staatl. geprüfte Betriebswirtin
✓ psychologische Führungskraft in der Kinder- und Jugendhilfe
✓ Gerichtssachverständige für Familiengerichte
Nimm dir weitere Impulse und Gedanken mit
Auf Instagram spreche ich über Scham, Beziehungen und über die oft unbewussten Muster, die entstehen, wenn wir gelernt haben, uns selbst kritisch zu betrachten, anzupassen oder Teile von uns zurückzuhalten.
Erkenne, was in dir wirkt.
Gestalte, was vor dir liegt.
In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, was in dir wirkt - damit Scham, Schuld und Angst nicht länger unbemerkt darüber entscheiden, wie du dein Leben gestaltest.
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