Freedom looks good on you
Erkenne, was in dir wirkt. Gestalte, was vor dir liegt.
Psychologin (M.Sc.) | Systemische Familientherapeutin | Coachin | Supervisorin
Marina Menges
Psychologisch fundiertes Coaching für erwachsene Kinder aus suchtbelasteten Elternhäusern.
Die Auswirkungen einer Kindheit, in der Sucht ein Familienthema war, zeigen sich oft noch im Erwachsenenleben: in Anpassung, Perfektionismus, Selbstzweifel und der Angst, zu viel, zu wenig oder falsch zu sein.
20 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Hier geht es nicht um andere. Hier geht es um dich!
Du kannst andere gut lesen.
Du spürst, wenn sich eine Stimmung verändert, bevor jemand etwas sagt.
Du merkst, wenn jemand enttäuscht ist.
Du weißt, wann du besser schweigst, nachgibst, dich erklärst oder noch ein bisschen mehr gibst. Du übernimmst Verantwortung, bevor jemand dich darum bittet.
Und wenn es schwierig wird, bist du die, die ruhig bleibt.
Wahrscheinlich bist du richtig gut darin geworden.
Aber wie gut kannst du dich selbst eigentlich noch spüren?
Wie gut weißt du, was du willst?
Wie gut kennst du dich selbst, um gute Entscheidungen treffen zu können?
Was passiert in dir, wenn du Nein sagst?
Oder jemanden enttäuschen musst?
Was passiert mit dir, wenn du über dich selbst berichten musst? Wenn du sichtbar wirst oder im Mittelpunkt stehst? Wenn du Haltung zeigen musst?
Viele Menschen, die in suchtbelasteten Elternhäusern aufgewachsen sind, haben früh gelernt, den Blick nach außen zu richten:
Was wird von mir erwartet?
Was denken die anderen?
Wie muss ich sein, damit ich dazugehöre?
Wie muss ich mich verhalten, damit es andere weiterhin bequem haben?
Was darf ich nach außen kommunizieren und worüber muss ich schweigen?
Diese familiären Regeln und unbewusste Loyalitäten können noch heute unser Leben bestimmen.
Wir beobachten uns und andere.
Bewerten uns.
Vergleichen uns.
Machen uns klein und unsichtbar. Wollen nicht auffallen.
Die unsichtbaren Regeln einer suchtbelasteten Familie werden irgendwann zu unseren eigenen Lebensregeln.
Genau hier beginnt Scham ein interessantes Thema zu werden. Nicht als kurzer Moment des Errötens. Nicht als peinliche Situation.
Sondern als tief verinnerlichte Vorstellung:
“So wie ich bin, könnte ich falsch sein.”
Und aus diesem Gefühl entstehen Strategie, die uns oft jahrelang schützen:
Anpassung,
Perfektionismus,
Leistung,
Harmonie,
Kontrolle,
Rückzug.
Das Bedürfnis, es allen recht zu machen.
Vielleicht kennst du diese Strategien bereits von dir selbst? Falls ja:
Fühl dich herzlich willkommen!
Ich bin Marina - Psychologin (M.Sc.), systemische Familientherapeutin (DGSF), Coachin und Supervisorin i.A. (DGSv) und ich begleite erwachsene Menschen aus suchtbelasteten Elternhäusern dabei sich selbst ein authentisches und glückliches Leben aufzubauen.
20 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Niemand wird so geboren.
Man es gelernt zu sein.
Die oben genannten Fähigkeiten entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo es wichtig war, eine Stimmung früh zu erkennen. Wo man wusste, woran man hört, welcher Abend es heute wird. Wo man gelernt hat, sich anzupassen, bevor etwas passiert.
Manchmal war das ein Zuhause mit Alkohol. Manchmal mit Medikamenten, mit Arbeit, mit Essen, mit Glücksspiel. Manchmal war nie ein Wort dafür da — es war einfach so, und alle taten, als sei es normal.
In der Fachsprache heißt das: Aufwachsen in einem suchtbelasteten Elternhaus.
Die Menschen, die daraus kommen, nennt man erwachsene Kinder aus Suchtfamilien. Das klingt sperrig. Gemeint ist etwas sehr Einfaches:
Erwachsene, die sehr früh sehr erwachsen sein mussten.
Und vielleicht denkst du jetzt: So schlimm war das bei uns gar nicht. Diesen Satz höre ich häufiger als jeden anderen. Er ist meistens der erste Hinweis darauf, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Wann hast du zuletzt eine Entscheidung getroffen, die wirklich deine war - auch wenn sie nicht allen gefallen hat?
Freiheit bedeutet nicht, keine alten Muster mehr zu haben.
Sondern, dass sie nicht mehr entscheiden, was du tust.
20 Minuten, kostenlos, unverbindlich
Die Gefühle, über die kaum jemand spricht
Scham
Scham sagt nicht: Ich habe etwas falsch gemacht. Scham sagt: Ich bin falsch. Sie zeigt sich selten als Erröten, sondern meistens als Anpassung, Perfektionismus oder dem Bedürfnis, bloß nicht aufzufallen. In einem Zuhause, über das man nicht sprechen durfte, ist Scham die logische Folge — nicht des eigenen Verhaltens, sondern des Schweigens.
Schuld
Viele Kinder in solchen Familien glauben, sie seien mitschuld an dem, was zu Hause passiert. Wäre ich braver, leiser, besser gewesen — dann vielleicht nicht. Das ist eine der grausamsten Verwechslungen der Kindheit: Ein Kind übernimmt die Verantwortung für etwas, das nie in seiner Macht stand. Und es behält sie oft jahrzehntelang.
Nicht genug sein
Wenn die eigenen Bedürfnisse nie an der Reihe waren, entsteht kein Gefühl von Mangel — es entsteht die Überzeugung, keinen Anspruch zu haben. Daraus wird später Leistung. Man wird gebraucht, statt geliebt zu werden, weil Gebrauchtwerden verlässlicher ist.
Einsamkeit
Kinder aus suchtbelasteten Familien laden selten jemanden nach Hause ein. Sie erzählen nichts, weil sie sich schämen und weil es die Regel so will. Die Einsamkeit, die daraus entsteht, ist also keine Eigenschaft und kein Zeichen von Beziehungsunfähigkeit. Sie war die Folge einer Geheimhaltung, die nie jemand beschlossen hat und an die sich alle hielten.
Misstrauen
Wenn Versprechen unzuverlässig waren, lernt man, sich auf niemanden zu verlassen. Das sieht später aus wie Selbstständigkeit und fühlt sich an wie Einsamkeit. Es ist beides.
Beziehungen, die schwanken
Wer als Kind erlebt hat, dass Nähe unberechenbar ist — mal überschwänglich, mal abweisend —, entwickelt oft beides gleichzeitig: den starken Wunsch nach Nähe und die Erwartung, dass sie nicht bleibt. In der Forschung zu erwachsenen Kindern aus belasteten Elternhäusern zeigt sich dazu passend ein wiederkehrendes Muster: weniger Vertrauen in Nähe, mehr Angst vor dem Verlassenwerden.
Und die Wut
Über die spricht fast niemand. Weil Wut in solchen Familien gefährlich war. Weil man loyal sein wollte. Weil da ja auch Liebe war. Wut ist oft das letzte Gefühl, das kommen darf — und häufig das erste, das etwas in Bewegung bringt.
Welches dieser Gefühle war bei dir zuerst da — und welches ist heute noch da?
Es lag nie an dir.
Es lag am System.
Familien sind Systeme, und Systeme streben nach Stabilität. Wenn eine Sucht im Spiel ist, organisiert sich alles um sie herum: Tagesabläufe, Gespräche, Feiertage, wer wann was sagen darf. Damit das funktioniert, braucht es Rollen. Eine, die alles zusammenhält. Eine, die stört und damit ablenkt. Eine, die unsichtbar bleibt. Eine, die für gute Stimmung sorgt.
Kinder in solchen Familien entwickeln deshalb oft keine freie Persönlichkeit, sondern eine Funktion. Und diese Funktion war klug. Sie hat funktioniert — sonst wärst du heute nicht hier.
Das Problem ist nicht, dass sie existiert. Das Problem ist, dass sie weiterläuft, lange nachdem man ausgezogen ist.
Und noch etwas: Du bist damit nicht allein. Man geht davon aus, dass in Deutschland zwei bis drei Millionen Kinder gerade in einer suchtbelasteten Familie aufwachsen. Es war nur nie jemand da, der es ausgesprochen hat.
Was sich ändern kann
Es geht nicht darum, ein anderer Mensch zu werden. Und es geht ausdrücklich nicht darum, dich zu optimieren — Leistung war bei den meisten von uns ohnehin schon die Lösung für alles.
Ich arbeite mit dem, was ich Selbstführung nenne. Damit ist etwas sehr Konkretes gemeint: Du bemerkst, was in dir anspringt. Du erkennst, welcher Teil von dir gerade reagiert — der, der sofort hilft, der, der es allen recht macht, der, der sich zurückzieht. Du kannst ihn regulieren, statt von ihm gesteuert zu werden. Und dann entscheidest du.
Eine Verwechslung begegnet mir in meiner Arbeit als Psychologin und systemischen Familientherapeutin fast immer:
Der ruhige, kompetente Teil, der in der Krise nicht zittert und der alles im Griff hat, sieht aus wie Selbstführung. Er ist aber oft genau der Anteil, der früher den Laden zusammengehalten hat.
Der Unterschied ist einfach: Dieser Anteil kann nicht anders. Du kannst wählen.
Was von alldem hat dich beim Lesen bis hierher am ehesten berührt und wieso?
Warum ich mit diesem Thema arbeite
Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet: als Leitungskraft und als Gutachterin für Familiengerichte. In beiden Rollen bin ich immer wieder denselben Kindern begegnet — denen, die auffällig unauffällig sind. Zu angepasst, zu ruhig, zu sehr bemüht, keine Last zu sein.
Ich kenne dieses Thema aber nicht nur aus meiner Arbeit. Ich komme selbst aus einem suchtbelasteten Elternhaus.
Ich erzähle das nicht, weil es hier um mich gehen soll. Sondern weil ich weiß, wie viel sich verändert, wenn man die familiären Umstände von früher ernst nimmt und anfängt sich selbst emotional davon zu befreien.
Was Coaching kann — und was nicht
Coaching ist keine Psychotherapie. Ich arbeite mit dem, was heute in deinem Leben wirkt: mit Mustern, Entscheidungen, Beziehungen, Grenzen.
Manches braucht mehr als das. Wenn du unter schweren Belastungen leidest, unter Erinnerungen, die dich überfluten, oder unter einer Depression, dann ist eine Psychotherapie der richtige Ort — und das zu erkennen und offen anzusprechen, gehört zu meiner Arbeit dazu.
Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was du gerade brauchst. Auch wenn das am Ende nicht ich bin.
Preise
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119 € · 60 Minuten · online
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Unter bestimmten Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Coaching steuerlich absetzbar. Schreib mir, wenn du wissen möchtest ob diese Voraussetzungen bei dir vorliegen.
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Weil das erste Muster, das wir alle kennen, Isolation heißt.
Für Fachpersonen
Supervision und Fortbildung für alle, die beruflich mit diesem Thema zu tun haben
Der nächste Schritt ist ein Gespräch von 20 Minuten. Wir klären, worum es geht und ob ich die Richtige bin.
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Auf Instagram spreche ich über Scham, Beziehungen und über die oft unbewussten Muster, die entstehen, wenn wir gelernt haben, uns selbst kritisch zu betrachten, anzupassen oder Teile von uns zurückzuhalten.
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In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, was in dir wirkt - damit Scham, Schuld und Angst nicht länger unbemerkt darüber entscheiden, wie du dein Leben gestaltest.