Wer anderen ständig die Welle überlässt, lernt selbst nie, sie zu surfen.

Wir müssen uns nicht neu finden

Ich glaube nicht, dass wir uns neu erfinden müssen. Ich glaube, wir dürfen lernen, uns selbst wieder zuzuhören.

Viele Menschen verlieren sich nicht, weil sie zu wenig wissen. Sie verlieren sich, weil sie über Jahre Entscheidungen treffen, die zwar vernünftig erscheinen – sie innerlich aber immer weiter von sich selbst entfernen. Sie übernehmen Verantwortung, funktionieren, kümmern sich, passen sich an. Und irgendwann merken sie: Ich weiß gar nicht mehr, was eigentlich zu mir gehört.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Wann hast du zuletzt eine Entscheidung getroffen, die sich wirklich nach dir angefühlt hat – und nicht nach dem, was vernünftig war?

Ich habe früh gelernt, dass Sicherheit nicht selbstverständ-lich ist

In meiner Familie habe ich erlebt, wie schnell Halt wegbrechen kann – wie Menschen wegfallen und wie Verantwortung plötzlich bei einem selbst liegt. Meine Kindheit hat mich nicht gelehrt, dass das Leben sicher ist. Sie hat mich gelehrt, dass sich Dinge jederzeit verändern können.

Rückblickend verstehe ich, warum ich so lange versucht habe, Sicherheit herzustellen: durch Leistung, durch Wissen, durch Verantwortung, durch Harmonie. Ich wollte alles richtig machen. Denn ich glaubte unbewusst: Wenn ich alles richtig mache, wird das Leben berechenbarer. Heute weiß ich, dass Leben so nicht funktioniert.

Wo versuchst du heute noch, Sicherheit durch Kontrolle, Leistung oder Anpassung herzustellen?

Wissen beantwortet nicht die Frage, wie wir leben wollen

Es zog mich zur Psychologie – nicht, weil ich damals schon wusste, wohin dieser Weg führen würde, sondern weil ich verstehen wollte. Ich studierte Psychologie, später folgten Weiterbildungen zur systemischen Familientherapeutin, Coachin und Supervisorin. Ich leitete Teams in der Kinder- und Jugendhilfe und begleitete Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit.

Ich liebte Verantwortung, ich liebte Leitung, ich liebte es, andere Menschen fachlich wachsen zu sehen. Und trotzdem gab es eine Frage, die mir all dieses Wissen nicht beantworten konnte:

Wie möchte ich eigentlich selbst leben?

Die wichtigste Veränderung begann nicht mit einer großen Entscheidung

Viele Menschen glauben, Veränderung beginnt mit Mut. Ich glaube das nicht. Ich glaube, sie beginnt dort, wo wir aufhören, vor unseren eigenen Gefühlen davonzulaufen.

Was mein Leben verändert hat, war deshalb etwas erstaunlich Unspektakuläres: Ich begann zu meditieren. Nicht, um entspannter oder besonders spirituell zu sein, sondern weil ich lernen wollte, bei dem zu bleiben, was in mir geschah – Traurigkeit, Angst, Wut, Scham, Freude.

Mit der Zeit entwickelte sich daraus meine eigene Praxis. Ich lernte, Gefühle nicht mehr wegzudrücken oder sofort lösen zu wollen, sondern sie wahrzunehmen, zu halten, zu regulieren und ihnen mit Selbstannahme zu begegnen. Heute weiß ich:

Gefühle verschwinden nicht, wenn wir sie bekämpfen. Sie verändern sich, wenn wir ihnen erlauben, da zu sein.

Das war der Moment, in dem sich mein Leben langsam veränderte. Nicht, weil meine Vergangenheit verschwand – sondern weil sie aufhörte, meine Gegenwart ständig zu bestimmen.

Welchem Gefühl weichst du immer wieder aus – obwohl genau dort vielleicht deine nächste Entwicklung beginnt?

Erst innere Sicherheit machte Freiheit möglich

Lange dachte ich, Freiheit wäre mein größter Wunsch. Heute weiß ich: Freiheit war lange meine größte Angst. Denn Freiheit bedeutet auch: Niemand übernimmt die Verantwortung für mein Leben. Niemand entscheidet für mich. Niemand trägt die Konsequenzen.

Für jemanden, der gelernt hat, Sicherheit im Außen zu suchen, fühlt sich Freiheit zunächst nicht leicht an. Sie fühlt sich riskant an. Deshalb musste ich zuerst lernen, mir selbst zu vertrauen – nicht darauf, dass nichts Schwieriges passiert, sondern darauf, dass ich mit dem umgehen kann, was passiert. Das ist für mich heute Selbstwirksamkeit. Und genau dort beginnt Freiheit.

Der Traum war nie das Meer

Die mutigste Entscheidung meines Lebens war nicht, mich selbstständig zu machen oder surfen zu lernen.

Die mutigste Entscheidung war, eine langjährige Beziehung zu verlassen, in der ich längst nicht mehr glücklich war.

Danach stellte sich mir eine andere Frage. Nicht: Wo möchte ich leben?

Sondern: Wie möchte ich leben?

Als ich dieser Frage wirklich zuhörte, tauchte das Surfen immer wieder auf. Nicht als Urlaub, nicht als Hobby, sondern als Wunsch nach einem Alltag, der sich lebendig anfühlt. Ich wollte an einem gewöhnlichen Dienstag nach der Arbeit surfen gehen – nicht irgendwann, sondern regelmäßig.

Und plötzlich reichte Träumen nicht mehr. Ich musste mein Leben so verändern, dass dieser Alltag überhaupt möglich wurde.

Ein Traum braucht Struktur

Ich kündigte meine Leitungsposition, baute meine Selbstständigkeit auf und entwickelte ein Onlineformat. Ich lernte Spanisch und Französisch, organisierte mein Leben zwischen Deutschland, Spanien und Frankreich und heute reise ich weiterhin für Aufträge hin und her. So baute ich mir ein Leben auf, das meinen Werten entsprach.

Dabei wurde mir etwas klar:

Ein Traum scheitert selten an mangelndem Mut. Er scheitert häufig daran, dass ihm keine tragfähige Struktur folgt.

Deshalb arbeite ich heute nicht nur mit Erkenntnissen, sondern immer auch mit Umsetzung, Struktur und Alltag. Denn nur dort entscheidet sich, ob Veränderung bleibt.

Leipzig, Sommer 2024, mein letzter Arbeitstag als psychologische Führungskraft in der Kinder- und Jugendhilfe

Welche Veränderung wünschst du dir schon lange – aber dein Alltag unterstützt sie noch nicht?

Das Meer wurde zu meinem Spiegel

Als ich schließlich am Atlantik ankam, passierte etwas Unerwartetes. Das Meer veränderte mich nicht. Aber es nahm vieles weg, hinter dem ich mich bisher verstecken konnte.

Im Wasser war ich keine Psychologin, keine Supervisorin, keine Leitungskraft. Ich war einfach nur ich. Und genau dort bemerkte ich, wie oft ich mich zurücknahm, wie selten ich Raum einnahm und wie sehr ich meinen Wert darüber definierte, gebraucht zu werden.

Beim Surfen funktioniert das nicht. Wer immer wartet, wird nicht sicherer. Wer jede Welle anderen überlässt, lernt selbst nie, sie zu surfen. Ich musste lernen, mich zu behaupten, mich zu zeigen, Raum einzunehmen – nicht gegen andere, sondern für mich.

Das Meer war deshalb nie die Lösung. Es wurde zum Spiegel meiner inneren Muster.

Das Meer verändert dich nicht. Es nimmt dir nur vieles weg, hinter dem du dich sonst verstecken kannst.

Qualifikationen


Meine fachliche Grundlage bilden langjährige praktische Erfahrungen sowie fundierte Aus- und Weiterbildungen im psychologischen und systemischen Bereich.

✓ Staatlich geprüfte Betriebswirtin

✓ Psychologin (M.Sc.)

✓ Systemische Familientherapeutin (DGSF)

✓ Coachin (Milton Erikson Institut, Innsbruck)

✓ Supervisorin i.A. (DGSv)

✓Ehemalige Führungskraft in der Kinder- und Jugendhilfe

✓ Gerichtssachverständige

✓ Langjährige Erfahrung in der Begleitung von Fach- und Führungskräften in sozialen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern

Deshalb begleite ich heute Menschen

Meine Geschichte hat mir etwas gezeigt, das ich heute auch in meiner Arbeit immer wieder erlebe: Menschen verändern ihr Leben nicht dadurch, dass sie mehr über sich wissen. Sie verändern es, wenn sie beginnen, anders mit sich selbst umzugehen.

Wenn sie ihre inneren Anteile verstehen. Wenn sie ihre Gefühle regulieren können. Wenn sie erkennen, welche Rollen sie unbewusst übernommen haben. Wenn sie Handlungsspielräume entwickeln, statt nur zu reagieren. Wenn sie lernen, sich selbst zu behaupten, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen bewusst zu gestalten.

Genau dabei begleite ich Menschen. Nicht dabei, jemand anderes zu werden – sondern dabei, sich selbst immer weniger im Stich zu lassen. Dabei verbinde ich psychologisches Wissen, systemisches Arbeiten, die Arbeit mit inneren Anteilen, Meditation und eine klare Struktur. Denn nachhaltige Veränderung entsteht weder durch Motivation noch durch reine Erkenntnis. Sie entsteht dort, wo Haltung und Handeln zusammenfinden.

Menschen kommen zu mir, wenn…

... sie beruflich viel Verantwortung tragen und merken, dass sie sich selbst dabei verloren haben.

... sie verstehen möchten, welche inneren Anteile, Rollen und Loyalitäten ihr Leben unbewusst steuern.

... sie ihre Selbstwirksamkeit stärken und ihren Handlungsspielraum erweitern möchten.

... sie lernen möchten, sich klar zu vertreten und Entscheidungen mit mehr Souveränität zu treffen.

... sie ihr Leben, ihre Beziehungen oder ihren Beruf bewusst gestalten möchten – statt nur zu funktionieren.

... sie sich einen Raum wünschen, in dem es einmal nicht um Leistung oder Erwartungen geht, sondern darum, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen.

Vielleicht geht es gar nicht darum, ein neuer Mensch zu werden. Vielleicht geht es darum, immer öfter Entscheidungen zu treffen, die zu dem Menschen passen, der du heute bereits bist.

Denn wir müssen uns nicht neu finden. Wir dürfen aufhören, uns selbst immer wieder zu verlassen.

Wenn du dich hier wiederfindest, freue ich mich, dich kennenzulernen

Mitgliedschaften

Logo der Deutschen Psychotherapeuten und Psychologischen Beratungsstellen, mit dem Text 'Psycholog*in BDP'
Logo der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familienentwicklung (DGSF)
Logo der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGS)

Erkenne, was in dir wirkt.

Gestalte, was vor dir liegt.

Du begleitest andere mit Fachlichkeit, Klarheit und Verantwortung. Hier darf es einmal um deine Fragen gehen.

Ob Coaching oder Supervision - ich begleite Menschen in sozialen, pädagogischen und gesundheitlichen Berufen dabei, wieder klarer zu sehen, stimmige Entscheidungen zu treffen und ihren eigenen Weg bewusst zu gestalten.